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Tranthar pas Tramethlar

Mehandor-Sippe der Tramethlar

 

Wappen der Tramethlar

Das Wappen der neuen Mehandor-Sippe Tramethlar enthält die Trinkschale aus Lhan’shatu-Glas und darüber einen Lusark-Kristall.

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Tranthar, Mehandor von der Sippe der Tramethlar

  Jüngster Sohn des Patriarchen Tantur, dem Oberhaupt der Tramethlar-Sippe. Er wurde am 35. Eyilan 14.569 da Ark an Bord der TAN-I geboren. Obwohl nur dritter Sohn des Patriarchen, wird er bereits mit seinen 22 Jahren gegen jegliche Sitte der Mehandor offiziell von seinem Vater als Stellvertreter und Nachfolger benannt; ebenfalls gegen jede Mehandor-Sitte ist, daß nach der Verkündigung zwischen den Söhnen kein Streit ausbricht. Tranthar wird auf die neueröffnete Raumakademie Varynkor geschickt, um die Segnungen des arkonidischen Militarismus auch den Mehandor-Sippen zu eröffnen.
  Tranthar ist für einen Mehandor mit 1,85 m relativ klein. Von seiner Statur her ist er nicht so filigran wie ein Arkoniden-Sprößling, aber auch nicht so breit, wie ein typischer Mehandor sein sollte. Er besitzt die üblichen langen feuerroten Haare und einen ebensolchen Bart, der in zwei Zöpfen geflochten, noch ziemlich dünn, bis zur Brust reicht. Seine Augen sind bernsteinfarben. Würde sein Bart nicht den größten Teil seines Gesichtes verdecken, so sähe man für Mehandor-Verhältnisse ein eher feingeschnittenes Gesicht.
 
  Er ist auf den Mehandor-Schiffen groß geworden, kennt die typischen Stationen wie Ortung, Funk, Feuerleit, kennt Unterlicht- und Hypersprungtriebwerke. Er kann dies alles ganz passabel bedienen, weiß aber noch nicht alles über die Vorgänge, welche die Funktion ermöglichen. Über Ortungsgeräte, weiß er allerdings ziemlich gut bescheid. Ein Raumschiff durfte er in eigener Verantwortung noch nicht kommandieren, Geschäfte für die Tramethlar-Sippe hat er dagegen schon zur allgemeinen Zufriedenheit abgeschlossen.
  Tranthar ist im Gegensatz zu den meisten Springern eher feinfühlig, versteht es aber dies zu verbergen. Er mag anspruchsvolle Musik und arkonidische Literatur. Er ist aber auch sehr ehrgeizig was Geschäftspolitik und Machtstrategien innerhalb des Imperiums angeht. Er hat Zivilcourage und kann sich durchsetzen. Manchmal allerdings schießt er über sein Ziel hinaus, und übergeht Leute, die ihm dies anschließend sehr übel nehmen.
 
  So problemlos es für ihn ist, geschäftliche Kontakte zu knüpfen, so problematisch ist es für ihn private Bande zu knüpfen, sei es, um einen langjährigen treuen Wegbegleiter endlich als Freund anzuerkennen, sei es, jemand dem er gerne sehr nahe stehen würde, die richtigen Worte im richtigen Augenblick zu sagen. Tranthar geht Schwierigkeiten aus dem Weg, wenn er dies mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Er ist eher vorsichtig, denkt nach, bevor er handelt. In Streßsituationen neigt er allerdings dazu, eher spontan zu handeln. Neue Lebensabschnitte, wie z.B. die Raumakademie Varynkor, die ganz abseits von seiner Interessensphäre liegen, vermitteln ihm ein Gefühl der Unsicherheit.
 
 

 
Aus der Sippengeschichte der Tramethlars 
 
  Im Jahre 12.822 da Ark wurde der älteste Sohn des Patriarchen Kaswral III. pas Varlan mit dem Namen Tramethlar (pas Varlan) von seiner Sippe verstossen. Solche Massnahmen verhängen Mehandor-Sippen nur wegen schwerwiegender Vergehen gegen die Sippengesetze. Es ist nicht überliefert, warum die Verbannung gegen Tramethlar ausgesprochen wurde. Die Existenz dieses Sprosses und alles was mit ihm zusammenhängt wurde aus dem Zentralspeicher der Varlan-Sippe getilgt.

   Mit einem Kleinstraumschiff, dass noch bestenfalls Schrottwert besaß und drei Getreuen, die ihm freiwillig folgten, verliess Tramethlar den Stützpunkt seiner Sippe und setzte seine Ersparnisse in eine Prospektorenausrüstung um. Die Weltraumgötter waren ihm hold, denn 3 Jahre später entdeckte er einen Mond, auf dem er grosse unterirdische Lagerstätten mit dem so seltenen Lusark-Kristallen fand. Lusark-Kristalle sind das Herz eines Antigrav-Gerätes. Schon winzige Mengen dieses Kristalls reichen aus, um es mit einem taktgenauen 5-D-Puls zu versehen, der sonst nur mit umfangreicher 5-D-Technologie erreicht werden kann. Die Lagerstätten sind heute im Jahr 14.599 von Arkon noch nicht völlig abgebaut.

  Bereits 5 Jahre später besass Tramethlar zwei Prospektoren-Raumschiffe neuester Bauart und drei Walzenraumer der Trolur-Klasse mit 400m Länge. Die Besatzung stellten junge Angehörige der Varlan-Sippe, welche die Chance eines Neuaufbaus mit einem unverbrauchten Partiarchen richtig einzuschätzen vermochten.

  23 Jahre später stiess ein Prospektoren-Raumschiff Tramethlars auf einen Dunkelplaneten. Nähere Untersuchungen brachten ein blaues, glasartiges Material zutage, das eine seltsame Eigenschaft aufweist. Sobald es mit flüssigen Materialien in Berührung kommt, reagiert es je nach Art der Flüssigkeit mit einer Vibration. Kristallene Töne wie aus den unendlichen Spähren des Universums, ertönen solange, bis die Flüssigkeit wieder entfernt wird. Tramethlar produzierte aus dem Material, dass er Lhan’shatu (ewig klingend) nannte, Trinkgefässe. Sie waren über Jahre hinweg der Modegag in den reichen Familien Hamtar She’Huans.

  Der Reichtum Tramethlars nahm ungeahnte Formen an. Endlich konnte er sich durch grosszügige Spenden an die Patriarchenversammlung als eigene Sippe etablieren und bekam unter Protest der Varlan-Sippe in der Versammlung das Recht auf Sitz und Stimme zugewiesen.

  In den nachfolgenden 2000 Jahren konnten die Patriarchen der Tramethlar-Sippe durch die Kombination des Schürfens von Bodenschätzen, Aufbau von Produktionsfabriken und den Handel sowie Verbindung mit angesehenen Sippen durch Heirat in den vordersten Plätze aufrücken. Schließlich gelang es Tantur, dem jetzigen Patriarchen der Tramethlar-Sippe, eine Brücke zu der arkonidischen Familie Vernab zu schlagen. Mit Hilfe von Tantur gelang es Zarfal III., aus dem Hause Vernab, 14.544 da Ark die Macht im Zormel-Sektor an sich zu reißen. Die Dankbarkeit von Zarfal III. ist der Tramethlar-Sippe seither gewiß, umso mehr, als Gerüchte besagen: Tantur würde dafür Sorge tragen, daß Zarfal III., einer geheimen Leidenschaft nachkommen könne, von der niemand so recht wisse, worin sie bestehe. Sichtbares Zeichen der Dankbarkeit ist eine eigene Werft auf SEHLUT und ein geheimer Stützpunktplanet. Die Tramethlar-Sippe wird vom Imperator mit äußerstem Mißtrauen beobachtet, liegen doch zahlreiche Andeutungen über machtpolitische Tendenzen vor, die jedoch bisher durch keinerlei Beweise untermauert werden konnten. Andererseits ist der Imperator auf das Wohlwollen der Springer und Überschweren angewiesen, wenn der Handel innerhalb des Imperiums funktionieren soll.